News Archiv 2013

alle Presseberichte der letzten Jahre

22.12.2012   Kirchenchor verkündet frohe Botschaft

Kurrende-Singen am Sonntag in Hergenfeld

 Die Geburt Christi durch Gesang zu verkünden, das hat im katholischen Kirchenchor Cäcilia Hergenfeld eine lange Tradition. Als Chorleiter Thomas Bieser 1999 den Chor übernahm, ließ er das offene Kurrende-Singen wieder aufleben. Die waren von seiner Idee begeistert und zogen bereits ein Jahr später am Vorabend des Heiligen Abends durch den Ort, um die frohe Botschaft von Bethlehem in die Welt hinauszutragen.

Die Chorsänger – und mit ihnen immer wieder Männer, Frauen und Kinder, allen voran Ortsbürgermeister Martin Theis, die sich spontan dem Chor anschließen – lassen sich auch von den widrigsten Wetterbedingungen nicht davon abhalten, diesen schönen Dienst zu tun, der inzwischen zu den Höhepunkten im Vereinsleben des Chores zählt. „Viele Hergenfelder warten darauf, dass wir in ihre Straße oder an ihr Haus kommen, um zuzuhören oder in die Lieder miteinzustimmen“, weiß die Vorsitzende des Chores, Dagmar Gröger.

Bevor es losgeht, trifft man sich zum Einsingen im Gemeindehaus. Hier kommt schnell weihnachtliche Stimmung auf, wenn der Chorleiter vor allem den Nicht-Chormitgliedern quasi im Schnelldurchgang etwa den aus der Alpenregion stammenden „Adventsjodler“ näherbringt. Danach wird Notenmaterial verteilt, Taschenlampen werden überprüft, Schals enger gezogen, Jacken und Mäntel zugeknöpft, und hinaus geht’s in die Dunkelheit.

Die Vorsitzende sucht in der Regel fünf Stationen im Ort aus, dazu Stellen, wo alte oder kranke Menschen wohnen, die nicht mehr aus dem Haus können. Dort öffnen sich Fenster und Türen, man singt mit, applaudiert und lädt auch hier und da die muntere Sängerschar zu einem wärmenden Schluck ein. „Im Ahornweg kommt es mittlerweile zu einem Nachbarschaftstreffen. Alle warten dann auf den Chor. Ebenso am Wegekreuz in der Unteren Schulstraße“, erzählte Dagmar Gröger im Gespräch mit dem Oeffentlichen Anzeiger.

Dann stimmen die Akteure „Engel haben Himmelslieder“, „Kling, Glöckchen, klingeling“, „Fröhliche Weihnacht überall“ oder „Vom Himmel hoch da komm ich her“, ebenso gern an wie „Stille Nach, heilige Nacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“. Nach etwa zwei Stunden kann Thomas Bieser seinen Taktstock aus den Händen legen. Im kuschelig warmen Gemeindehaus klingt das offene Kurrende-Singen in gemütlicher Runde bei Weck und Wurst aus. In diesem Jahr treffen sich die Sängerinnen und Sänger nach getaner Arbeit bei Uschi Christ.

Am offenen Kurrende-Singen am Sonntag, 23. Dezember, kann jeder teilnehmen. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Hergenfelder Gemeindehaus.


Bild und Text: Dieter Ackermann, Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 22. Dezember 2012
Gernschließen sich sangesfreudige Bürger beim offenen Kurrende-Singen dem katholischen Kirchenchor Hergenfeld an

13.01.2013   Gemeinde kauft ehemalige Lagerhalle

Hergenfeld will Gebäude im Kern künftig für vielfältige Zwecke nutzen

Zahlreiche neue Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten haben sich der Gemeinde Hergenfeld mit dem Kauf der ehemaligen Raiffeisen-Lagerhalle an der Ecke von Schulstraße und Raiffeisenstraße eröffnet. Einschließlich der Halle, die bis zur Fusion mit der Raiffeisenkasse Wallhausen als Lager- und Verkaufsfläche für Dünge- und Spritzmittel, Briketts und sonstige Waren genutzt wurde, hat das Grundstück eine Gesamtfläche von 1400 Quadratmetern. Dafür hat die Gemeinde 90 000 Euro investiert.

„Das Geld stammt aus der Rücklage, eine Kreditaufnahme war nicht erforderlich“, erklärte Ortsbürgermeister Martin Theis auf Anfrage. Ein Grund für den Kauf sei gewesen, die nicht mehr ansehnliche Fläche im Ort wieder sehenswerter zu machen. Darüber hinaus ist der Standort im alten Ortskern attraktiv. „Lagerhalle und Grundstück können auf die Dauer gesehen für die Gemeinde nur von Nutzen sein“, sagte Theis.

Zunächst wird das Gebäude als Bauhof der Gemeinde und zur Unterbringung von Utensilien örtlicher Vereine genutzt. Ein Nutzungskonzept soll allerdings festlegen, wozu Halle und Grundstück künftig genutzt werden. In der Halle befinden sich noch Hochregallager. Um diese künftig nutzen zu können, hat die Gemeinde für 9000 Euro einen gebrauchten Gabelstapler angeschafft. Der soll auch künftig beim Anbringen von Lichterketten sowie bei Arbeiten an der Ortsbeleuchtung und den Rebtoren helfen.


Bild und Text: Dieter Ackermann; Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 10. Januar 2013
Mit dem Erwerb des ehemaligen Raiffeisenlagers hat die Gemeinde Hergenfeld eine sinnvolle Investition getätigt

07.02.2013   Fackelrodeln in Hergenfeld


Auf der Hergenfelder „Teufelsbahn“ herrschte beste Stimmung, als sich, bei frostigen Temperaturen, große und kleine Hergenfelder zum Fackelrodeln an der 400 Meter langen Verlängerung der Kirchstraße trafen und warm verpackt hinunter ins Tal sausten.

Neben dem Spaßfaktor stand einmal mehr die gute Tat im Mittelpunkt, denn die Organisatoren der AG Spielleitplanung, die für Essen und Trinken sorgten, hatten im Vorfeld angekündigt, dass der Erlös einem guten Zweck zukommt. Neben dem Frost sorgte eine passable Schneeauflage dafür, dass für Rodelschlitten und Minibobs perfekte Bedingungen herrschten. Ortsbürgermeister Martin Theis hob das gemeinnützige Engagement der AG Spielleitplanung hervor.


Als vollen Erfolg wertete der Hergenfelder Ortsbürgermeister Martin Theis das gemeinnützige Fackelrodeln, bei dem große und kleine Hergenfelder ihren Spaß hatten (wir berichteten). Aus dem Verkauf von Gulaschsuppe, heißen Würstchen, Glühwein und alkoholfreien Getränken durch ehrenamtliche Helfer der AG Spielleitplanung (Foto) wurde ein Gewinn von 600 Euro erzielt. „Sobald irgendwo im Dorf oder darüber hinaus aktuelle Hilfe ansteht, werden wir entsprechend reagieren“, sagte Martin Theis auf die Frage, was jetzt mit dem Geld passiert.


Bild und Text: Dieter Ackermann Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 7. Februar 2013
600 Euro Gewinn für gute Zwecke

13.02.2013   Farbenfrohe Clowns reihen sich in den Hergenfelder Zug ein

Nach einer tollen Kappensitzung „Nur for Meed“ und der gelungenen Kinderfastnacht läuteten die Hergenfelder Narren den Ausklang der närrischen Kampagne mit einem kleinen, aber feinen Fastnachtsumzug ein. Dabei waren die „Herchefeller Meeresbewohner“ ebenso Thema wie „Fußball regiert die Welt – auch in Herchefeld“. Zum Tross gesellte sich die Tanzgruppe Golden Girls, die als Clowns daherkam. Old School aus Seibersbach, Zauberer, Feen, Piraten und Seeräuber zogen begeistert mit. Ebenfalls dabei: die als Vogelscheuchen verkleideten Akteure vom Orchesterverein Hergenfeld, die mit viel Geräppel und Tamtam für beste Laune sorgten. Nach dem Zug trafen sich die Narren im mollig warmen und bunt geschmückten Dorfgemeinschaftshaus, um weiterzufeiern. 
Bild und Text: Dieter Ackermann Oeffentlicher Anzeiger vom Mittwoch, 13. Februar 2013

23.02.2013   Überschuss wird für Fahrzeuge gespart

Versammlung Freunde der Feuerwehr Hergenfeld tagten

Dass der 83 Mitglieder zählende Förderverein Freunde der Feuerwehr Hergenfeld mit seinem Vorsitzenden Ernst Böhmer seinen festen Platz im Gemeindeleben hat, wurde in der Jahreshauptversammlung deutlich. Neben den Aktiven wurden die Jugendfeuerwehr und die Feuerwehrflöhe durch Anschaffungen und Zuschüsse unterstützt, zeigte Schriftführer Michael Krieg auf. Mit einem Bratwurst- und Getränkestand zur Kirmes hatten die Mitglieder für Einnahmen gesorgt.

Freude über großzügige Spenden

Kassierer Volker Röser ist dankbar für die großzügigen Geldspenden eines Unbekannten und des Dalberger Feuerwehrfördervereins, die der Vorbereitungsgruppe zugutekommen. Erfreulich sei auch, dass 2012 ein Überschuss erwirtschaftet wurde. Die stattliche Rücklage soll zur Mitfinanzierung neuer Feuerwehrfahrzeuge gespart werden. Wehrführer Michael Krieg hob die Arbeit der Jugendwarte und der Betreuer der Jugendwehr Limbachtal hervor, deren Mitglieder aus Hergenfeld, Dalberg, Münchwald und Spabrücken kommen, und die der Leiter der Feuerwehrflöhe. Beide Nachwuchsgruppen würden langfristig den Fortbestand der aktiven Wehr sichern. Gut besucht sind auch die Treffen der Alterskameraden

Die Hergenfelder Wehr sieht Michael Krieg mit 25 Aktiven, darunter sechs Atemschutzträger, gut aufgestellt. 2012 wurden 26 Übungsdienste und vier Gemeinschaftsübungen mit der Stützpunktwehr Wallhausen und den Wehren aus Gutenberg und Dalberg absolviert. Dazu hatte die Wehr vier Einsätze zu meistern. Eine Kanufahrt gehörte ebenso zum geselligen Teil wie der Grillabend. Jugendwart Oliver Sonnet ging auf die Nachwuchsarbeit ein. Hier galt sein Dank den Helfern Patrick Webler, Sissy Böhmer, Sophie Wink, Volker Röser, Kai Sonnet und Yasmin Bentz, aber auch den Wehren Dalberg und Hergenfeld, den beiden Ortsgemeinden für deren Unterstützung sowie Volker Sondenheimer und Hans-Peter Böhmer, die den 13-köpfigen Nachwuchs fuhrparktechnisch unterstützen.

Es wurde trainiert und erkundet

Neben 69 Übungseinheiten kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Hier erstreckten sich die Aktivitäten von Besuchen im Schwimmbad und auf der Eisbahn über Teilnahmen am Zeltlager in Mandel bis zum Kreisjugend-Feuerwehrwandertag in Duchroth. Ein Berufsfeuerwehrwochenende wurde ausgerichtet, um dem Nachwuchs Einblicke in die Arbeit der Berufsfeuerwehr zu ermöglichen. Der Ausflug der Hergenfelder Feuerwehr führt die Brandschützer und ihre Begleiter vom 5. bis 8. September nach Bremen.


Text: Dieter Ackermann, Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 23. Februar 2013

24.02.2013   Gemeinderat Hergenfeld ließ sich von BI nicht umstimmen

Mit einem Großaufgebot von Unterstützern hat die Schöneberger Bürgerinitiative (BI) Windkraft! SooNicht vor der Gemeinderatssitzung in Hergenfeld am Donnerstagabend versucht, die Ratsmitglieder dahin gehend zu beeinflussen, dass sie die Beschlussfassung über die Aufstellung des Bebauungsplanes „Windpark Göbus“ sowie den Erlass einer Veränderungssperre für den Bereich des Bebauungsplanes, aufschieben. „Die BI bietet dem Gemeinderat an, sich ein umfassendes Bild von den möglichen Auswirkungen des geplanten Windparks zu machen“, sagte die Sprecherin der Initiative, Katja Baumgärtner, und ergänzte: „So, wie das in Schöneberg bereits bei der jüngsten Infoveranstaltung der Fall war“ (wir berichteten). Ziel der BI sei es, darauf einzuwirken, dass der Hergenfelder Gemeinderat seine Entscheidung, Windkraftanlagen zu errichten, noch einmal überdenkt. Zudem sollte die Gemeinde Hergenfeld davon überzeugt werden, dass sich das von der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe ausgewiesene Gebiet 38 nicht für die Errichtung von Windkraftanlagen eignet.

„Riesenwindräder würden das Schöneberger Dorfbild dominieren. Es gibt Standorte für Windkraftanlagen, die weniger belastend für Umwelt und Menschen sind, sensible Flächen sollten nicht in die Planung einbezogen werden. So etwas mutet man guten Nachbarn nicht zu. Mögliche Standorte im Eignungsgebiet 38 verdeutlichen es: Selbst wenn dort andere Standorte gewählt würden, führt dies im Ergebnis für Schöneberg immer zu Lärmproblemen, zudem lässt sich Gesundheit nicht kaufen“, machten Katja Baumgärtner und Eric Wölfel deutlich.

Die rund 70 Demonstranten aus Schöneberg wurden von Bürgern und Ratsmitgliedern aus Spabrücken, an der Spitze Ortsbürgermeister Dieter Rosskopf sowie Vertretern der Verbände NABU und BUND, unterstützt. Ausgestattet mit Schildern und Transparenten, auf denen zu lesen war: „Schöneberger wollen nicht unter die Räder kommen“, „Der Soonwald darf nicht Opfer von Windkraftanlagen werden“, „Jeder denkt nur ans Geld, wer denkt eigentlich an Menschen, Tiere, Gesundheit und Natur?“ oder „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ und Sprechchören „Windkraft so nicht“ äußerten die Demonstranten vor dem Haus Schönblick, in dem der Gemeinderat tagte, ihren Unmut.

Keinesfalls beeindruckt zeigten sich der Hergenfelder Ortsbürgermeister Martin Theis und die Ratsmitglieder. Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Windpark Göbus“ erfolgte ebenso einstimmig und ohne jegliche Diskussion wie der Erlass der Veränderungssperre für das 59,4 Hektar große Gebiet sowie der damit verbundene Satzungsbeschluss. Gegenüber dem „Oeffentlichen“ sagte Theis, dass es das Recht der BI sei zu demonstrieren. „Wir werden uns jetzt mit unseren guten Sachargumenten an Landrat Franz-Josef Diel wenden sowie an die Landesregierung“, machte Katja Baumgärtner deutlich. Die gut einstündige Demonstration blieb friedlich. Polizei war vor Ort.


Bild und Text: Dieter Ackermann, Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 23. Februar 2013
Mit Schildern, Transparenten und Sprechchören demonstrierten Mitglieder der BI Windkraft SooNicht, Schöneberger und Spabrücker Bürger und weitere Gegner von Windkraftanlagen im Eignungsgebiet 38, in Hergenfeld.

22.04.2013   Satisfaction ist Landesmeister 2013

Tänzer überzeugen

Die Showtanzformation des TuS Hergenfeld Satisfaction hat sich bei den Landesmeisterschaften des Deutschen Verbandes für Garde- und Showtanz (DVG) in der Stadthalle in Speyer den Titel geholt. Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des TuS ertanzten sich die zwölf Mädels um Trainerin Sarah Theis in der Kategorie „Modern Dance“.
Viel umjubelt überreichte DVG-Präsident Lothar Müller Pokal und Urkunde. Als die frischgebackenen Rheinland-Pfalz-Meister in Hergenfeld ankamen, wurden sie von Vertretern des TuS, der Gemeinde und von vielen Mitbürgern stürmisch begrüßt. Ein Transparent am Ortseingang verkündete den tollen Erfolg. Im Sportheim wurde die Leistung der Gruppe nicht nur gewürdigt, sondern auch entsprechend gefeiert.
Bild und Text: Dieter Ackermann, Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 22. April 2013
In der Kategorie „Modern Dance“ konnte ihnen keiner etwas vormachen. Die Tänzerinnen aus Hergenfeld holten den Landestitel 2013.

18.05.2013   Kuckucksweg: Ein Stück Allgäu im Naheland

Hergenfeld. Mal angenommen, Sie waren noch nie in Hergenfeld. Das könnte sich nach dem Lesen dieser Wanderbeschreibung ändern. Es erwarten Sie überraschende Eindrücke. Diesmal war unser Wanderwegetester Uli Holzhausen auf einer der kurzen Vitaltouren unterwegs, dem Kuckucksweg rund um Hergenfeld.

„Da die Wanderung nur knapp neun Kilometer lang ist und etwas mehr als 200 Höhenmeter zu bewältigen sind, starteten wir an einem milden Maitag erst gegen Spätnachmittag. Und so ist dieser Weg sicher auch im Hochsommer geeignet, dann, wenn die Mittagshitze langsam der Abendkühle weicht, die Passagen im kühlen Wald den Wanderer zusätzlich erfrischen.

Am Sportplatz in Hergenfeld, unserem Startplatz, gibt es Parkmöglichkeiten und, wie immer bei den Vitaltouren, ausreichende Informationen und eine Übersichtskarte. Die Wanderung geht eigentlich immer um den Ort herum, allerdings, ohne dass man ihn ständig sieht. Zuerst laufen wir am Waldrand entlang, und uns fallen die vielen großen Birnbäume auf, die fast jeden Acker schmücken. Hier haben die Bauern nicht um jeden Quadratmeter Ackerboden gegeizt, sondern durch diese alten Bäume die Landschaft verschönert, den Wind abgehalten, Obst gedeihen lassen. Felder wechseln sich mit Wiesen ab, und auf einer sehen wir viele Orchideen, die allerdings noch nicht blühen. Wir umrunden Hergenfeld auf seiner südlichen Seite und kommen, wie es sich für diese Himmelsrichtung gehört, in die Weinberge. Ein Wingert hat sehr alte und wirklich dicke Reben, die zwar wenig Wein, dafür aber viel Mineralität und Extrakt bringen. Auf einem anderen Weinberg werden wohl demnächst die Reben herausgezogen. So ohne Pfähle und Drähte sehen die Reben wie tanzende Derwische aus. Rechts vom Ketzeberg gibt es einen der vielen Aussichtspunkte, und wir können von hier aus den Donnersberg sehen. Auffällig sind die vielen Weiden, auf denen immer wieder Pferde zu finden sind. Aber auch eine „Hochalm“ mit einer richtig großen Kuhherde passieren wir. Allgäu im Naheland.

Wir umrunden in einem Tal den Mühlenkopf und tauchen in einen Hainbuchen- und Krüppeleichenwald ein. Im Limbachtal entdecken wir ein Feuchtbiotop und gehen dann wieder aufwärts, überqueren die Kreisstraße 45 und finden am Waldrand einen einladenden Rastplatz mit einem Wegkreuz und großartigem Panoramablick. Die vorbeifahrenden Autofahrer auf der Kreisstraße werden mit Sicherheit nicht diese Ruhe und Weitblicke haben.

Den Kuckucksweg erobert man mit den Schuhsohlen und nicht mit den Autoreifen. Unser Weg führt uns auf einem schmalen Fußpfad mitten durch den dichten Mischwald. Wir gelangen schließlich zu einem Heiligenhäuschen, das von drei großen alten Eichen umrahmt wird. Der Hergenfelder Orchesterverein kümmert sich immer wieder um die Renovierung dieser Andachtsstätte, die an ein im Wald verloren gegangenes Kind erinnern soll, deshalb der Name „das Kinche“. Am Vorabend zum Dreifaltigkeitssonntag findet dort immer eine Messe statt. Nach einem halben Kilometer gelangen wir wieder zum Sportplatz und beenden unsere Wanderung.

Fazit: Ein kurzweiliger, abwechselungsreicher Wanderweg. Bei aufkommender sehr schlechter Witterung kann man, da es ja rund um Hergenfeld geht, notfalls den Weg immer abkürzen. Die Verbandsgemeinde Rüdesheim, in deren Gebiet sich nicht nur der Kuckucksweg, sondern auch die Vitaltour „Stein, Wein, Farbe“ befindet, zeigt im Ausbau des „sanften Tourismus“ großes Engagement. So hat man hier beispielhaft fast 300 Kilometer Wanderwege neu und umfassend beschrieben und ausgeschildert, vom Sonnwald bis zur Nahe. Hinzu kommen noch neun Nordic-Walking-Strecken, differenziert nach leichten, mittelschweren und schweren Strecken, und ein weites Radwegenetz. In ausführlichen und aktuellen Faltblättern, Wanderkarten und Prospekten kann man sich informieren. So ist der Region mit diesen attraktiven Freizeitangeboten ein Anstieg der Touristenbesuche zu wünschen. Aber auch wir, die heimischen Wanderer, können davon profitieren. Man muss es nur tun.

Z Ausführliche Informationen: www.vg-ruedesheim.de oder zum Kuckucksweg unter www. outdooractive.com und dann Kuckucksweg eingeben.


Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 18. Mai 2013
Vitaltouren Uli Holzhausen entdeckt Hergenfeld und seine Schönheiten

23.05.2013   Katholische Frauengemeinschaft Hergenfeld feiert 40-jähriges Bestehen

Hergenfeld. Nach einem Dankgottesdienst in der St. Martinskirche, den Pater Dr. Meinulf Blechschmidt zelebrierte und der Kirchenchor mitgestaltete, feierte die katholische Frauengemeinschaft Hergenfeld zusammen mit zahlreichen Gästen im Gemeindehaus ihr 40-jähriges Bestehen. Die Vorstandsmitglieder Elke Böhmer und Petra Lang blickten bei Kaffee und Kuchen zurück auf die Anfänge der segensreichen Arbeit der Frauen.

Ein Jahr vor der Gründung hatte Regionaldekan Christian Wagner Anfang 1972 die Initiative ergriffen, als er gemeinsam mit Rita Klose (Referentin für Frauenarbeit in der Region Rhein-Hunsrück-Nahe) zu einem Informationsabend einlud. 30 Frauen erklärten spontan ihre Mitgliedschaft. Ende 1973 zählte die Gemeinschaft bereits 46 Mitglieder. Kontinuierlich stieg die Zahl. Heute ist ein Drittel der Mitglieder jünger als 50 Jahre.

Damals hatten sich die Frauen ein monatliches Treffen, die Gratulation bei der Geburt eines Kindes und bei runden Geburtstagen, das Putzen der Kirche, jährlich ein Ausflug und Fastnacht zu feiern zum Ziel gesetzt. „Trotz Computer, Fernsehen und Handys sind wir stolz, dass wir die gleichen Aktivitäten auch heute noch genauso leben“, hob Böhmer hervor.

Lotte Wind, die Erste Vorsitzende der Frauengemeinschaft, leistete zusammen mit ihren Vorstandskolleginnen Aufbauarbeit. Nach 20 Jahren gab sie ihr Amt an Heidi Memmesheimer ab, der Uschi Christ folgte. Seit fünf Jahren bestimmt ein Vorstandsteam die Geschicke der Gemeinschaft.

Ortsbürgermeister Martin Theis sagte, er sei stolz auf die Frauengemeinschaft – „ein großer Bestandteil der Dorfgemeinschaft“ – und deren Wirken in der Gemeinde. Bewährtes weiterführen und Neues wagen, empfahl Uschi Vogt von der Frauengemeinschaft des Dekanats, während Ingrid Altmeier (FG Wallhausen) an den Ursprung der Frauengemeinschaft im Land, den damaligen Mütterverein, erinnerte und deutlich machte: „Die Frauengemeinschaft ist ein Ort, wo sich die Frauen angenommen fühlen und getragen wissen.“ Die Vorsitzende der Frauengemeinschaft Spabrücken, Karin Grünewald, brachte das Tun der Frauen auf den Punkt: „Es ist eine lebendige Gemeinschaft, wo ein frischer Wind weht, der für viel Bewegung sorgt.“

Die Vertreter der Hergenfelder Ortsvereine gratulierten der Gemeinschaft ebenfalls zum „40-Jährigen“. Der Orchesterverein Hergenfeld spielte munter auf. nn


Bild und Text: Dieter Ackermann, Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 23. Mai 2013
Teamarbeit wird bei den Damen großgeschrieben

24.05.2013   Der Hergenfelder Dorfladen bleibt ein Erfolg

Zum fünfjährigen Bestehen bekamen die Kunden jeweils ein Freigetränk

Hergenfeld. „Nach wie vor gilt das Modell des Hergenfelder Dorfladens beispielhaft für andere Gemeinden“, hob der Vorsitzende des wirtschaftlichen Vereins Dorfladen Hergenfeld, Martin Theis bei der Mitgliederversammlung hervor. Das wiederum führe zu zahlreichen Anfragen bei Neugründungen von solchen Einrichtungen. Im zurückliegenden Jahr stieg die Zahl der Vereinsmitglieder um fünf auf 85. Um neue Mitstreiter zu gewinnen, wurde ein Flyer entworfen.

Neben dem Mitternachtsshopping, das eine rückläufige Tendenz verzeichnet, lud der Verein mit großem Erfolg zum bayerischen Frühstück mit Unterhaltungsprogramm ein, am 3. Oktober dieses Jahres erfolgt die Neuauflage. Der erste Dorfladen-Kreppelkaffee an Altweiberfastnacht erbrachte den Erlös von 600 Euro. Am 1. Dezember wurde das fünfjährige Bestehen gefeiert, die Kunden erhielten ein Freigetränk. Von 7 bis 11 Uhr besuchten an diesem Tag 123 zahlende Kunden den Dorfladen.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht, ist 2012 laut Edel Lang gut verlaufen. Bei Einnahmen von 150 107 Euro und Ausgaben von 145 262 Euro erwirtschaftete der Verein ein Guthaben von 4845 Euro.

Letztlich bedankte sich Theis bei den Ortsvereinen, beim Personal, den Mitgliedern und den Kunden. Sein Fazit: „Die Zusammenarbeit ist völlig unkompliziert und unproblematisch. Sie macht einfach Spaß, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Bild und Text: Dieter Ackermann Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 24. Mai 2013
Auch das erste Dorfladen-Frühstück, dass 120 Gäste im Gemeindehaus genossen, wird sicherlich eine Neuauflage erfahren.


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